Die nette Wirtin hat uns noch Verpflegung mitgegeben, so dass wir bei einigen Pausen nochmal nachlegen konnten, das Gebiet heißt
Haßlebener Ried
und steht unter Naturschutz.
In
Herbsleben
haben wir ein bisschen Kirchen- Stadtbesichtigung gemacht.
Beeindruckend war, dass die Kirche eine Toilette hatte, das war wichtig.
Dann aber weiter nach Bad Salzungen
Die Stimmung war offensichtlich sehr gut, das Wetter auch, nur ein bisschen warm.
Nun geht es aber schnurstracks nach
Bad Salzungen
Die Stadt begeisterte uns, so dass wir beim Fotografieren kein Ende fanden.
Über die Mohrenapotheke waren wir natürlich entrüstetDie Innenstadt ist in großen Teilen bestens wieder hergestelltSchicke BudeBlick zum Japanischen GartenDie Gräben findet man verschiedenen Wegen der StadtKitsch am Straßenrand und schon wieder schönDas sog. Schlosseine Enttäuschung
Hier sind wir auf dem Weg zum Arboretum, eine blumenreiche Straße
Arboretum
Ein Kriegerdenkmal von 1870/71
In der Gasstätte, in der wir nun das erste Mal Thüringer Klöße essen, entdecken wir dieses Bild der früheren Besitzer, das uns sehr an meine Eltern erinnerte. Die Klöße schienen allerdings nicht handgefertigt – wie behauptet – zu sein.
Nun fangen wir noch ein bisschen Abendstimmung in der Nähe unserer Pension ein
Wir waren so schnell durch das kleine Weinanbaugebiet bei Freyburg durch, dass wir das Fotografieren völlig vergessen haben.
Sieht interessant aus von unten, aber hoch sind wir nicht. Laut Google Lens ist das Schloss Neuenburg, liegt noch vor FreyburgStopp und Bild haben sicher einen tieferen Sinn, aber den habe ich vergessenVielleicht der letzte Weinberg nach FreyburgOh, hier ist noch einerDiese Brück hat uns gewaltig beeindruckt, als Bild war sie nicht einfangbar
Nebra
Nun waren wir schon im Nebramuseumund landen in diesem Restaurant beim FlammkuchenAuf der Terrasse des Schlossesschmeckt das uns spendierte Glas Rotwein besonders gut und dann telefonieren wir noch von hier mit Lea in Amerika
Wir haben es also fertiggebracht, weder in Halle beim Original der Himmelsscheibe noch in Nebra bei etlichen Kopien auch nur ein einziges Bild zu schießen. Was war nur mit uns los? Und in beiden Museen haben wir uns stundenlang aufgehalten. Als Beleg hierfür die Eintrittskarten und ein leider nur geklautes Bild der weltberühmten Himmelsscheibe.
Sie enthält überraschendes astronomisches Wissen, aber ich habe es nicht so recht verstanden
Am nächsten morgen haben wir zunächst ausführlich unser Schlosshotel von außen angeschaut (gewohnt haben wir leider in einem DDR-typischen Nebengebäude.)
Zunächst die Reste einer
Burg
neben dem
Schlosshotel
Unser Weg führt uns zunächst bis
Jetzt geht es wieder los
Memleben
hier in ihrer Pfalz haben sich ein Kaiser (Otto I., 973) und ein König Heinrich I.,936) nach einem nicht bekömmlichen Mal vom Leben verabschiedet. Die Kapelle haben wir sehr ausführlich fotografiert, die gutgemachte Ausstellung hat uns so fasziniert, dass wir das Fotografieren vergessen haben.
Klick auf den Text, dann kannst du Geschichte lernen.
Hier finden Ausgrabungen statt
Klosterreste
Krypta
Klicke drauf, es lohnt sich
Danach entdeckten wir nach ein paar Kilometern auf einem Berg die
Burg Wendelstein
Natürlich mussten wir diesen Umweg auch noch nehmen, um uns diesen etwas vergammelten Privat besitz von außen anzusehen.
Nach einem kleinen Zwischenstopp in
Artern
ging es dann in unser Quartier nach Ringleben, um dann zum Abendbrot wieder nach Artern zurückzukehren .
Vor einer Bäckerei in ArternToller Radweg nach RinglebenAbendbrotabschluss beim Italiener mit Grappa in ArternCasper David Friedrich mit Autosund Windmühlen
Die Unterkunft in Ringleben war nicht so berauschend, es kreuzten sich 2 belebte Straßen vor dem alten Gasthof, die Nachtruhe war besch… Aber das Frühstück war reichlich und wir haben richtig zugelangt.
Dann ging es nach Sömmerda, aber natürlich mit Zwischenhalts, zu nächst in
Heldrungen
wo wir eine Wasserburg besichtigen wollten, aber dies ist uns nur von außen gelungen.
Nun ging es in Richtung
Oldisleben
wo wir zur Haken- und die Sachsenburg heftig zu Fuß aufsteigen. Die Räder mit Gepäck konnten wir Garten einer netten Anwohnerin unterstellen.
Ein bisschen zum Lesen Vergrößern durch Draufklicken oder Strg+.
Mehr Bilder zur Hakenburg hatten wir nicht, dafür jetzt umso mehr zur Sachsenburg.
Wir mussten uns ganz schön hochkämpfenEin gewaltiges Hornissennest
Nun geht es weiter nach
Sömmerda
wo wir noch in den Abendstunden ein paar Aufnahmen machten und am Marktplatz essen gingen
Das ist gewiss nicht sehr repräsentativ für Sömmerda, aber mehr Zeit und Muße war halt nicht. Die Unterkunft war ganz putzig, ein sogenanntes Studio und sehr ruhig im Innenhof.
Irgendein Fußballspiel wollte ich im Fernsehen noch sehen, bin aber eingeschlafen, muss wohl ein Löw-Spiel gewesen sein. Lese gerade in Ulrikes Tagebuch Deutschland – Island. Wer hat wohl gewonnen.
Vor allem der Dom natürlich intensiv, aber nun von Innen und in allen Ecken und Uta anbieten, die lachende Reglinde bewundern.
Uta usw.
Die Kirche von innen
Grausames Bild, aber nur so sieht man fast alles
Das Nietzsche-Haus
Hier hat Nietzsche seine letzten Lebensjahre in geistiger Umnachtung zugebracht. Die Ausstellung beschäftigt sich besonders mit der Nietzsche-Rezeption in der DDR.
Völlig erschöpft von der langen Nietzscheforschung, wir waren hier fast ebenso lang wie im Dom, kann uns nur der Kaffee retten.
Der wird kein Nietzsche mehrauch wenn er die einsame Pose annimmtdann lieber in Zweisamkeit
Abends noch in die Alte Schmiede zu einem sehr guten Essen. Danach haben wir lange gesucht, denn alles war voll.
Ziel von Halle war das Landesmuseum mit dem Originale der Himmelsscheibe von Nebra. Warum wir in diesem vorzüglich gestalten Museum kein Bild geschlossen, bleibt rätselhaft, vielleicht lag es an der dort herrschenden Dunkelheit.
Mit dem Auge des Betrachtersund ohne diesesMan muss es liebenNun ist der Idylle genug
Gotisches Haus
Das Haus hatte viel mehr Bilder verdient, nun erinnere ich mich gar nicht mehr wie schön es war.
Weiter durch den Park
Kirchturm von Wörlitz
Blick von Kirchturm
In Grotten und auf Brücken
Nach Verschnaufpause im Quartier noch kleine Radtour nach Coswig zur Elbfähre, ohne überzusetzen. Auf der Rückfahrt noch einige Sehenswürdigkeiten im Park mitgenommen, durch Höhlen geklettert (sehr raffiniert angelegt) , über Hängebrücken zum Venustempel.
Beim Abendbrot nochmal einen Blick zur bizarren Kirche
Insel Stein
Mit den Rädern noch zur Insel Stein, für die wir beim Parkspaziergang doch zu müde war. Besichtigung war nun nicht mehr möglich, aber von außen reicht der Kitsch auch, aber schöööön.
Das war eine recht raffinierte Inszenierung. Viele Rollen wurden zeitgemäß weiblch interpretiert, das machte sie interessant.Danach ein Schluck Rotwein und jeder einen Teller mit Bruschetta
Theater im Gewölbe
Zweimal waren wir in diesem kleinen aber feinen Privattheater
Eine aufmunternde Vorstellung, die mich anregte nun das Buch nach 53 Jahren mit großem Vergnügen wieder zu lesen.
Das haben die beiden schon ganz interessant gestaltet. Manchmal war Lesch sprachlich ein bisschen verhuscht.
Orgelkonzert in der Herderkirche
Diese Orgelkonzerte haben uns nicht vom Hocker gehauen. Der eine mags, der andere halt nicht.
Der Cranach-Altar war prächtigVon dieser Kanzel predigen, muss Spaß machen, man lässt mich nur nicht.
Thementour Sprache
Wir waren zwar an vielen Plätzen dieser Thementour, haben aber nur im Goethehaus diese Thematik intensiver wargenommen.
Schloss Ettersburg
Der Weg zum Schloss Ettersburg war recht mühselig, immer bergauf, kein Radweg nur Bundesstraße. Eine Besichtigung war nicht möglich, da wohl nur Hotelbetrieb. Buchenwald haben wir weiträumig umfahren.
Kirche von EttersburgDen Park haben wir nur von oben betrachtet
Die Rückfahrt war dagegen herrlich, leider musste ich meinen Akku sehr sparsam fahren, aber bergab ging es sogar mal bis 57 km/h.
Unserer Ferienwohnung
Leider haben wir (mal wieder) keine Bilder von unserer Unterkunft gemacht, bis auf diese Stimmungsbilder.
Blicke aus dem WohnzimmerfensterEin griechisches Planschbecken. Einmal habe ich es nur benutzt.Ein unglaublich schöner Vollmond am ersten Abend durch das Wohnzimmerfenster
Im Elephanten
So recht anheimelnd war das nicht. Gut, dass wir nicht hier gebucht hatten.Thomas Mann gehört natürlich in den Elephanten und von AMS
Dieser kurze Film spiegelt die Romantik des Sees recht deutlich wieder.
im Hintergrund der Weinberg auf der ehemaligen Halde Der WeinbergUnd hier wird die tragische Geschichte des Sees deutlich, der Verlust an Dörfern durch den BergbauDie Lage des Weinbergs scheint ideal zu sein und der Klimawandel dafürMan fühlt sich plötzlich wie in den Alpen. Auf dem Gipfel trifft sich allesDer Aufstieg bis hier war etwas heftig, der Abstieg dafür fast unendlich lang und schön.Hier haben wir gebadet. Der Einstieg war recht steinig, aber es hat sich gelohnt. Marina von BraunsbredaDieser Wein war eine sehr positive Überraschung.Hier herrscht Wahnsinn. Der Bedarf an Saunaflößen ist enorm.
Beeindruckende Klarheit des Wasser, auch das Baden im See war ein Genuss
Die Klarheit des Wassers ist beeindruckend
Wir waren in diesem See diesmal baden. Der See erschien uns klarer als der Stechlin.
Am Dienstag, den 14. Juni 22, ging es los mit dem Besichtigen, obwohl Schwerpunkt die Radtour war, die wir aber nicht ausgeplant hatten. Den Park des Schlosses findet man auf der Tour nach Apolda, hier nur das Äußere und Innere des Schlosses
Blick vom Schlosspark, die Vorderansicht ist auch nicht berauschend
Schloss Kromsdorf
Das Innenleben des Schlosses konnten wir nicht besichtigen, deshalb wird es hier nur der Vollständigkeit hier erwähnt. Die Bilder des Außenbereichs kann man in dem Tourenbericht Ilm abwärts nach Apolda anschauen.
Römische Haus
Der Besuch lohnt sich, obwohl der Eintritt frei ist. Vor 10 Jahren war es geschlossen.
Am 16. Juni mussten 2 Museen dran glauben.
Neues Museum
Hier haben wir doch arg wenig fotografiert. Die Zimmereinrichtung von van de Velde wären es wirklich wert gewesen, auch die Druckerei war zum Teil beeindruckend. Vielleicht waren wir zu sehr beeindruckt und haben das Fotografieren vergessen.
Neues Museum, schlechter ging es wohl nichtDie Brücke in Buchfart. Weiß nicht, wer das gemalt hat.Junge Männer am Strand von Max BeckmannThe burning time von Théo van RysselbergheAls Sitzmöbel sind diese Bauhaus-artigen Stühle wenig geeignet. Ich hab aber gut drauf gesessen (Ulrike).Das sind die gesammelten Werke von Goethe. Das ist kaum glaubhaft. Ich weiß nicht, glaube es aber kaum, ob/dass es eine kommentierte Ausgabe ist.
Schloss Belvedere
Wir mussten ganz schön strampeln, um zum Belvedere zu kommen, aber es hat sich gelohnt. Die Fürsten haben sich schon nette bel vederes (oder so ähnlich) geleistet und wir profitieren heute davon, also genauer von der Schinderei der armen Leute. Den Russischen Garten haben wir uns (leider) nicht mehr zugemutet, vielleicht hatten wir Angst, uns zu verlaufen oder als Russenfreunde denunziert zu werden.
Der gerade Blick zum Stadtschloss. Mit Sichtachsen hatten sie es.Kann man daraus trinken, ohne vor Angst zu zittern.Mein Genick ist zu steif, um es in natura zu genießen, deshalb ist das Fotografieren so wichtig.Diese Flügelräume links und rechts laden zu einem großen Festmahl ein.Ein sparsamer Blick von vorn.Die Schlossherrin nimmt Abschied und übergibt das Schloss dem VolkeDie Orangerie ist ein SchmuckstückIm Teich Goldfische und natürlich KoisMan sollte wirklich sorgfältiger fotografieren, aber alles noch erratbar.Der Rote Turm, direkt neben der OrangerieIrgendwie haben wir es verpasst das Schloss in der Gesamtsicht von vorn zu fotografieren.
Der Weg vom Belvedere zur Ilm war eine phantastisch lange Abfahrt, gefühlt 5 km.
Am 17. Juni ging es nach der Umrundung des Ettersbergs (s. Artikel Dies und das) zum
Museum Haus Weimar
Hier wurde man von Raum zu Raum geleitet und einem jedes Mal eine Geschichte zur Entstehung und Entwicklung von Weimar in Bildern und Texten erzählt. Das war ganz amüsant aber vielleicht doch zu kindgemäß. Es durfte nicht fotografiert werden und wir haben uns überraschend strikt daran gehalten.
Danach ging es zur
Fürstengruft
Welche Entweihung. Da haben doch tatsächlich Leute ihre Fahrräder vor diese heilige Stätte gestellt.Die eigentlichen Fürsten: Goethe und Schiller, allerdings mit leerem Schillersarg.In der Ferne wieder das StadtschlossBlick nach oben Die Russische Kapelle neben der Gruft mit dem Sarg von Anna Pavlowna in russischer ErdeEin schonender Blick ins innere der Russishen Kapelle, der Rest wirkt derartig schlampig, dass wir aus Pietät nicht fotografiert haben.
Am nächsten Tag, dem 18. Juni, haben wir noch einige markante Flecken im Ilmpark (s. Dies und Das) , um dann dem kleinen, aber feinen
Liszt-Haus
einen Besuch abzustatten.
Diese Wohnung hat uns gefallen, würden wir sofort nehmen.
Die Schränke voller Präsente für Liszt, er war unglaublich anerkannt und beliebt.Sein großes Vorbild Beethoven immer im BlickDie berühmte Pfeifensammlung von Listz
Goethe-Haus
Musste wieder sein, denn es hatte uns vor 10 Jahren stark beeindruckt. Zu Hause haben wir dann festgestellt, dass wir damals so beeindruckt waren, dass wir gar keine Bilder gemacht haben, aber diesmal dafür umso mehr.
Christiane mit Sohn AugustDas Arbeitszimmermit Absicht sehr spartanischBett und SterbessesselJohann Wolfgang wohl noch recht jung. Zur Werther-Zeit?Der Blick vom Garten auf die Rückfront des GoethehausesDer Tisch für die großen Essen. Er konnte verdoppelt und dann noch ein weiterer Tisch angestellt werden. Damit wohl b equem Platz für 18 Personen.Die Wohnung voller Skulpturen, das war wohl schon zu seiner Zeit so. Immer wieder auch Schiller.
Der Garten ist eine Pracht
Klicke auf die Bilder, um sie groß zu sehen.
Danach haben wir uns mit einem Kaffee und Brötchen gestärkt, um auch wieder das
Schiller-Haus
zu besuchen. Oh, da haben wir gar keine Bilder gemacht. Dafür umso mehr im Jahr 2012. Ich übernehme die jetzt einfach hierher, sie sind zu gut, um sie woanders verstauben zu lassen. Man merkt doch den Unterschied zwischen einer Canon-Kamera und einem Smartphone, aber auch, dass die Beleuchtung an diesem Tag besonders günstig war.
Die Totenmaske als AbbildHier entstanden seine großen WerkeSchlafzimmer mit Sterbebettrechts ein riesiger Kleiderschrank im Flur
Danach ins Quartier, ausruhen und wieder in die Stadt Abendbrot essen, um dann wieder ins Theater im Gewölbe zu gehen und Harald Lesch mit musikalischer Begleitung erleben, der einen Auszug aus Thomas Manns Felix Krull kosmologisch interpretierte. Ob das manchmal ein bisschen weit hergeholt war, müsste man überprüfen, aber ich glaube nicht, dass es irgendwo eine Aufzeichnung seines Vortrags gibt.
Danach, etwa 23 Uhr ging es schnurstracks ins Quartier, endlich schlafen.
Am nächsten Tag, 19. Juni, ging es dann in die
Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek
Da wir noch etwas Zeit hatten, haben wir vorher noch versucht das Bienenmuseum zu besuchen. Da wir uns bis dahin ein paar mal verfahren hatten, reichte die Zeit nur noch, um ein Eis zu essen.
Zunächst bekamen wir nur Karten für die Ausstellung Cranachs Bilderfluten. Das waren einige medial aufbereitete Cranach-Bilder (Kopien, die beleuchtet wurden) und auch eine von Cranach bebilderte Bibel, die sehr ausführlich interpretiert wurden. Aber es ist wohl bei beiden von uns nicht viel davon hängen geblieben. Nun machte ich doch noch einen glücklicherweise erfolgreichen Versuch, um in den Rokokosaal zu kommen.
Man schaue und staune.
Bedeutende Weimarer GrößenIm Gegensatz zu 2012 sind nun die Regale wieder voll, die Restauration hat also gewaltige Fortschritte gemacht.Wenn man diesen Code mit der Weimar+ App scannt, kann man das Buch aufschlagen und darin blättern.Wer war das gleich? Wieland? Nee, Goethe!
Nun mussten wir doch eine lange Kaffe- und Wasserpause einlegen, ehe wir das
Wittums-Palais
heimsuchten. Vielleicht ist das eines der schönsten Häuser, unterhalb vom Schloss und oberhalb von großartiger Wohnung. Wir haben hier viel über die herausragende Bedeutung von Herzogin Anna-Amalia (Mutter von Goethes Chef Fürst Carl August) für die Entwicklung der Weimarer Klassik gelernt.
Das wirklich bescheidene Schlafzimmer der HerzoginDiese Zimmer sind alle SchmuckstückeHier kann man auch als moderner Mensch leben, denke ichAuch Musik war ihre Leidenschaft, im hohen Alter lernte sie noch Gitarre spielen.Nochmal die gleiche Ecke, warum auch nicht. Das Outfit passt nicht so richtig!Er hätte es sicher auch am anderen Ort geschafft, aber wer weiß?Anna-Amalias Zeichen- und MaltischZimmerfluchten zum VerliebenDer Konzertsaal mit 2 Flügeln
Danach ging es nach kurzer Verschnaufpause im Hof des Palais zur Herderkirche zum Orgelkonzert (s. Dies und Das). Anschließend haben wir ein typisch Thüringer Restaurant, den Sächsischen Hof, aufgesucht, der ganz hervorragende Thüringer Klöße servierte mit ebenso gutem Fleisch und Gemüse.
Am nächsten Tag, der letzte in Weimar, der 20. Juni, mieses Wetter. Zunächst ging es ins
Bauhaus-Museum
Viel wussten wir mit dem Bauhausmuseum nicht anzufangen, U. etwas mehr als ich. Die Führung mit der Handy-App fand ich katastrophal. Habe mich an ein paar Sachen festgebissen, aber das Große Ganze ist mir abgegangen.
Da hält man dann nur einen Feininger festUnd zum Abschluss Georg MucheUnd den Grundriss des Hauses am Horn, in dem man auf keinen Fall leben möchtteOder schaut gelangweilt aus dem Fensteroder auf diese DrahtkonstruktionUngefähr so stellt sich wohl der Bauhäusler den Menschen vorDie Tee- oder Kaffeekanne ist allerdings recht witzig
Natürlich war das alles ungerecht, aber manchmal ist man nicht in der richtigen Stimmung, jedenfalls nicht für die Bauhausideologie. Glücklicherweise hat sich das nur punktuell durchgesetzt.
Hinterher in Regensachen geschlüpft und einen anstregenden Berg hoch ins
Nietzsche-Archiv
Gott ist tot, Nietzsche
Auf seinem Grabstein soll jemand geschrieben haben:
Nietzsche ist tot, Gott.
Hier hat Nietzsche nie gewohnt, aber seine Adepten getagt.Das Diskussionszimmer der Nietzsche-Gesellschaft wurde ungemein raffiniert von Van de Velde gestaltetEs wirkt, als wenn schon die geistige Umnachtung eingesetzt hatDie Tür hat uns beeindruckt
Natürlich mussten wir nach dem Bauhausmuseum noch das
Haus am Horn
besuchen. Es gibt viel Technik im Haus aber keine Gemütlichkeit. Es dient heute noch als Studienobjekt für zukünftige Architekturstudenten. Vielleich als abschreckendes Beispiel.
Nun das schreckliche Haus am HornDer Frisiertisch der Hausherrin in ihrem Schlafzimmer
Das Arbeitszimmer der Hausfrau, die Küche, wie es sich gehört, hätten wir wirklich noch aufnehmen können und natürlich das prächtige fast fensterlose Wohnzimmer.
Goethes Gartenhaus sollte auch noch dran glauben, aber es war zu, Montag. Deshalb doch noch zum
Goethe-Schiller-Archiv
an dem wir täglich mehrfach vorbeigefahren sind (unten an der Ilm, höher lag das Archiv). Nun haben wir es noch kurz vor Feierabend erwischt.
Vielleicht ist sie für das Gebäude verantwortlichDie Truhen mit den ausgelegten Schriftstücke sind ausschließlich Wieland gewidmet.Einiges haben wir versucht zu lesen. Versucht es, es lohnt sich.Von Napoleon wurde Wieland zum Ritter der Ehrenlegion berufen/ernannt/…Blick über die Stadt vom Archiv
Nun geht es wieder zum Sächsischen Hof, um noch einmal klassisch zu essen, bevor der Vegetarismus wieder losgeht. Über Tiefurt geht es nun bei klarem Himmel wieder zurück, um bei einem kleinen Schluck die letzten Stunden mit den netten Wirtsleuten zu verbringen.
Wir wohnen Am Viadukt 6 und durchfahren diese beeindruckende Brücke auf dem Weg zum Weimarer Ilmpark, manchmal mehrmals täglich.
Sogenannte Brauhausseen, sind sehr verschlammt, werden demnächst saniert.Sind wir hier richtig?Da untern liegt Buchfahrt mit der schönen Brücke.Kirche von BuchfartWohl schon leicht erschöpft
Sicherheitsfahrten mit Helm
Buchfart
Die berühmte Brücke von Buchfart. Ein Bild davon hängt im Neuen Museum in Weimar.Martinskirche in HetschburgDie Kirche von außenDer Pfarrer verlässt die Kirche
Bad Berka
Der Ort war so langweilig, dass wir tatsächlich vergessen haben Bilder zu machen. Deshalb mal auf Google-Suche gehen und was klauen.
Am Ende der Fahrt sind wir noch im Römischen Haus gelandet. Das kann man im Artikel Museeumsbesuche bewundern.
Abends noch Barbeque in der Alten Remise in Tiefurt. 20 € so long as you can eat. Es hat gut geschmeckt.